{"id":1273,"date":"2015-11-23T23:27:32","date_gmt":"2015-11-23T22:27:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/?p=1273"},"modified":"2015-11-28T18:28:48","modified_gmt":"2015-11-28T17:28:48","slug":"prostituiertenschutzgesetz-sexarbeit-alltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/en\/prostituiertenschutzgesetz-sexarbeit-alltag\/","title":{"rendered":"Wie das Prostituiertenschutzgesetz meinen Alltag in der Sexarbeit ver\u00e4ndert"},"content":{"rendered":"<p>Vortrag von Wildkatze auf den <a href=\"http:\/\/www.donacarmen.de\/4-frankfurter-prostitutionstage-2015-einhelllige-ablehnung-des-prostituiertenschutzgesetzes\/\" target=\"_blank\">4. Frankfurter Prostitutionstagen<\/a><\/p>\n<p>Als ich heute im Auto nach Frankfurt zu den Prostitutionstagen fuhr, klingelte mein Handy und ein Herr fragte an, ob ich ihn heute Abend hier im Hotel besuchen w\u00fcrde. Kein Problem, dachte ich, das Angenehme mit dem N\u00fctzlichen zu verbinden ist immer gut und sagte ihm zu. Noch kann ich das so handhaben, denn ab n\u00e4chstem Jahr wird meine Antwort folgenderma\u00dfen lauten M\u00dcSSEN: \u201eRuf mich in einer Woche noch einmal an, dann kann ich Dir sagen, ob ich \u201edarf\u201c!\u201c<\/p>\n<p>Mein Name ist Wildcat, und ich will Euch heute erz\u00e4hlen, wie das geplante ProstSCHG n\u00e4chstes Jahr meinen Alltag in der Sexarbeit ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p>Liebe Freunde, liebe Kolleginnen,<\/p>\n<p>lasst uns diese Geschichte von eben doch mal in das Jahr 2016 \u00fcbertragen und versetzt Euch mit mir ins n\u00e4chste Jahr, genauer: in den November 2016.<br \/>\nIch bin auf dem Weg zu den \u201e5. Frankfurter Prostitutionstagen\u201c und freue mich auf gute Gespr\u00e4che und das Wiedersehen mit anderen Kolleginnen bei Do\u00f1a Carmen. Ich freue mich auch, weil ich parallel dazu eine Anfrage f\u00fcr Samstagabend in einem Hotel in Kronberg erhalten habe. Kronberg ist laut Wikipedia ein Luftkurort am Fu\u00dfe des Taunus. Sch\u00f6n, sage ich mir. Also verbinde ich das N\u00fctzliche mit dem Angenehmen.<br \/>\nEs gibt leider nur ein Problem: das neue \u201eProstituiertenschutzgesetz\u201c!<br \/>\nMit diesem Gesetz verlangt die Regierung, dass alle Sexdienstleistenden sich vorher bei einer \u201ezust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde\u201c melden m\u00fcssen. Ohne vorherige Anmeldung keine Arbeit mehr in der Prostitution.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-776\" src=\"https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/kontrolle2-300x224.png\" alt=\"Kontrolle2\" width=\"450\" height=\"337\" \/><br \/>\nHinzu kommt: Auf unserer Anmeldebescheinigung m\u00fcssen wir vorab die Gemeinden angeben, wo wir der Sexarbeit nachgehen. In Gemeinden, die wir nicht angegeben haben, d\u00fcrfen wir auch nicht arbeiten. So will es das neue Gesetz.<br \/>\nIch komme aus Freiburg. Bei meiner Anmeldung hatte ich sicherheitshalber eine Liste mit den 9 baden-w\u00fcrttembergischen Gro\u00dfst\u00e4dten und den 93 Kreisst\u00e4dte in Baden-W\u00fcrttemberg dabei. Zus\u00e4tzlich noch eine Liste mit allen 73 deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten, die mehr als 100.00 Einwohner z\u00e4hlen. Man wei\u00df ja nie\u2026<\/p>\n<p>Ich bekam nat\u00fcrlich sofort \u00c4rger mit Mitarbeitern der Beh\u00f6rde. Wie man denn da f\u00fcr meinen Schutz sorgen solle, entgegneten sie. Und auch auf dem Vordruck der Meldebescheinigung war nicht ann\u00e4hernd gen\u00fcgend Platz f\u00fcr so viele Kommunen.<br \/>\nNotgedrungen habe ich eine Auswahl treffen m\u00fcssen. Und wie es der Zufall wollte: Kronberg im Taunus \u2013 eine von 435 hessischen Kommunen &#8211; steht nicht auf meiner Anmeldebescheinigung.<br \/>\nAlso erkl\u00e4re ich meinem Kunden aus Kronberg am Handy die Situation und versichere ihm, alles in Bewegung zu setzen, damit unser Termin auch tats\u00e4chlich zustande kommt. Der Kunde ist einsichtig, er wartet auf meine Best\u00e4tigung.<br \/>\nIch kenne inzwischen das \u201eProstituiertenschutzgesetz\u201c in- und auswendig. Und ich wei\u00df: Nach \u00a7 3 Absatz 2 habe ich das Recht, eine \u201eerneute Anmeldung\u201c vorzunehmen, wenn die T\u00e4tigkeit sich \u201eauf einen anderen Ort erstreckt\u201c. Das mache ich.<br \/>\nDumm ist nur: Nach \u00a7 3 Absatz 1 des Gesetzes muss ich jedes Mal pers\u00f6nlich vorsprechen. Das dient angeblich meinem Schutz, so die Gesetzesbegr\u00fcndung.<br \/>\nEin bisschen stutzig macht mich das schon. Warum muss ich jetzt schon wieder pers\u00f6nlich vorsprechen? Das leuchtet mir nicht ein.<br \/>\nIch mache mich schlau und erfahre: Da gibt es eine EU-Richtlinie vom 12. Dezember 2006, die Europ\u00e4ische Dienstleistungsrichtlinie, wo es in Artikel 8 hei\u00dft (ich zitiere):<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Mitgliedstaaten stellen sicher, dass alle Verfahren und Formalit\u00e4ten, die die Aufnahme oder die Aus\u00fcbung einer Dienstleistungst\u00e4tigkeit betreffen, problemlos aus der Ferne und elektronisch \u00fcber den betreffenden einheitlichen Ansprechpartner oder bei der betreffenden zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde abgewickelt werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Richtlinie gilt auch f\u00fcr Deutschland. Aber warum gilt sie \u2013 wenn ich mich schon anmelden muss \u2013 nicht auch f\u00fcr mich? Offensichtlich geh\u00f6re ich zwar zu diesem Land \u2013 aber ohne die gleichen Rechte wie andere!<br \/>\nSeit August 2013 gibt es hierzulande ein E-Government-Gesetz und seit Juli 2014 eine entsprechende Gewerbeanzeigen-Verordnung, die\u00a0vorsieht, dass man Gewerbeanzeigen elektronisch abwickeln kann. Warum soll mir verwehrt sein, was f\u00fcr andere gilt?<br \/>\nIch kann mich mit diesem Gedanken aber nicht l\u00e4nger befassen, denn ich bin auf dem Weg zum B\u00fcrgeramt der Stadt Freiburg. Der Kundentermin ist jetzt wichtiger. Die f\u00fcr mich zust\u00e4ndige Abteilung ist im B\u00fcrgeramt in der Basler Stra\u00dfe, nicht weit weg von meiner Wohnung. Aber ich habe Pech. Dienstags haben sie nur bis 12 Uhr mittags ge\u00f6ffnet. Ich konnte mir das noch nie merken. Also mittwochfr\u00fch wieder hin, um alles zu kl\u00e4ren, damit der Samstagabend-Termin in Kronberg nicht ins Wasser f\u00e4llt.<br \/>\nIch habe Gl\u00fcck, ziehe die Nummer 5, vier Frauen warten vor mir. Nach anderthalb Stunden bin ich an der Reihe. Mir gegen\u00fcber steht ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Die freundliche Kollegin, die ich bei der Erstanmeldung kennengelernt hatte, ist leider grippebedingt krankgeschrieben. Ich erkl\u00e4re mein Anliegen knapp und schaue auf die Uhr. Der Sachbearbeiter \u2013 Mitte 40, diensteifrig und unscheinbar \u2013 nimmt den Antrag routinem\u00e4\u00dfig auf und versucht die Situation ein wenig aufzulockern: \u201eSie wollen doch nicht etwa auswandern? Ist doch sch\u00f6n hier in Freiburg. Oder laufen die Gesch\u00e4fte schlecht?\u201c Ich halte den Ball flach, das habe ich dieses Jahr gelernt, und antworte mit leiser Stimme ausweichend.<br \/>\nEr nimmt den Antrag entgegen. Bearbeitungsdauer: 5 Werktage, so steht es in \u00a7 5 Prostituiertenschutzgesetz. Er k\u00f6nne nicht versprechen, dass es schneller gehe. Ich w\u00fcrde ja sehen, wie dezimiert die Abteilung aufgrund der grassierenden Grippewelle sei.<br \/>\nIch melde mich daraufhin bei meinem Kunden und sage ihm: \u201eAlles bestens!\u201c Die Sache ist auf dem Weg, wird schon klappen. Doch bis Samstagmittag 12.30 Uhr \u2013 solange ist der B\u00fcrgerservice bei uns in Freiburg besetzt &#8211; kommt kein elektronischer Vorab-Bescheid des B\u00fcrgeramts. Meine Anmeldebescheinigung, die ich gem\u00e4\u00df \u00a7 5 Absatz 5 ProstSchG bei der Aus\u00fcbung der T\u00e4tigkeit mitzuf\u00fchren habe, enth\u00e4lt also nicht den Eintrag \u201eKronberg im Taunus\u201c.<br \/>\nIch rufe meinen Kunden an. Der ist sichtlich ver\u00e4rgert: Nicht \u00fcber das B\u00fcrgeramt, sondern \u00fcber mich. Ob ich wisse, wie teuer das gebuchte Hotelzimmer sei. Nein, das wollte ich auch nicht wissen. Sorry, aber er w\u00fcrde jetzt nach Frauen fragen, die das mit der Anmeldepflicht nicht so eng sehen w\u00fcrden wie ich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Folgen des Gesetzes: Auf dem Weg in die neue Illegalit\u00e4t<\/h2>\n<p>So wird es in einem Jahr nicht nur mir, so wird es Tausenden von Frauen und M\u00e4nnern in der Sexarbeit ergehen, wenn es uns nicht gelingt, das uns\u00e4gliche \u201eProstituiertenschutzgesetz\u201c zu stoppen und zu Fall zu bringen.<br \/>\nNat\u00fcrlich muss ich mir dann \u00fcberlegen, ob ich es mir finanziell leisten kann, 2016 noch an drei Tagen zu den Prostitutionstagen nach Frankfurt zu kommen. Denn die Orte, an denen ich arbeite, und die Termine sind f\u00fcr mich nicht im Voraus planbar.<br \/>\nWas mir also bleibt, ist die Wahl zwischen Cholera und Pest:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00a0entweder mich an das Gesetz halten und erhebliche Einkommensverluste in Kauf nehmen, sodass es fraglich ist, ob ich mir diesen Job noch l\u00e4nger leisten kann.<\/li>\n<li>\u00a0oder auf das Gesetz pfeifen und so zu arbeiten, wie es in unserem Gewerbe eben \u00fcblich ist. Dann aber stehe ich nicht mehr auf dem Boden des Gesetzes und mache mich angreifbar. Dann greift \u00a7 10 des neuen Gesetzes mit der \u00dcberschrift: \u201eAnordnungen gegen\u00fcber Prostituierten\u201c. Dann greift \u00a7 33 (Bu\u00dfgeldvorschriften) mit Geld-bu\u00dfen bis zu 500 \u20ac bzw. \u00a7 34 (\u201eVerwarnung durch die Beh\u00f6rde\u201c).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aber dieses Risiko m\u00fcsste ich in Kauf nehmen, wenn ich nicht wegen Gesetzestreue am Hungertuch nagen will.<br \/>\nAlso: Willkommen in der neuen Illegalit\u00e4t!<br \/>\nIn diese Ecke will man uns treiben. Aber wenn wir einigerma\u00dfen W\u00fcrde und Selbstbewusstsein haben, sollten wir uns das nicht bieten lassen.<br \/>\nWir sollten gemeinsam alles in Bewegung setzen, damit dieses Gesetz nicht Wirklichkeit wird.<br \/>\nDenn das so genannte \u201eProstituiertenschutzgesetz\u201c richtet sich nicht gegen Zwang und sch\u00fctzt mich nicht vor Ausbeutung. Es richtet sich gegen die Prostitution selbst, gegen meine Mobilit\u00e4t als Sexarbeiterin und ist nichts anderes als ein ProstitutionsVERHINDERUNGSgesetz!!<br \/>\nLauter Kontrollanl\u00e4sse: \u00d6rtliche Begrenzung und zeitliche Befristung der Prostitutionst\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/verbotsschild.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-752 size-medium\" src=\"https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/verbotsschild-300x300.jpg\" alt=\"Prostitutionsverbot\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/verbotsschild-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/verbotsschild-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/verbotsschild-550x550.jpg 550w, https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/verbotsschild-500x500.jpg 500w, https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/verbotsschild-225x225.jpg 225w, https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/verbotsschild-200x200.jpg 200w, https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/verbotsschild-400x400.jpg 400w, https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/verbotsschild-260x260.jpg 260w, https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/verbotsschild.jpg 600w, https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/verbotsschild-414x414.jpg 414w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich bin \u2013 wenn man es denn so nennen will \u2013 Hobby- oder Teilzeithure. Ich habe noch einen anderen Beruf, mit dem ich auch gut herumkomme. Ich verbinde diese berufliche T\u00e4tigkeit \u2013 wann immer es geht \u2013\u00a0mit Hotelterminen, wo ich mit Kunden verabredet bin. Man kann weder Ort noch Zeit dieser Termine langfristig vorausplanen.<br \/>\nDas Anmeldeverfahren des Prostituiertenschutzgesetzes verunm\u00f6glicht mir aber, meinen Job so auszu\u00fcben, dass ich davon auch in Zukunft gut leben kann. Denn man zwingt mich, meine T\u00e4tigkeit auf wenige zuvor angegebene Orte zu begrenzen.<br \/>\nAber warum eigentlich?<br \/>\nBei keinem anderen Gewerbe findet man in \u00a7 14 Gewerbeordnung (\u201eAnzeigepflicht\u201c) eine \u201e\u00f6rtliche Begrenzung\u201c der Bet\u00e4tigung. In der Gesetzesbegr\u00fcndung zum Prostituiertenschutzgesetz dagegen hei\u00dft es zur Sexarbeit knapp: \u201eEine bundesweite Anmeldung ist nicht vorgesehen.\u201c<br \/>\nAusgerechnet bei einer der mobilsten T\u00e4tigkeiten ist das \u201enicht vorgesehen\u201c!! HALLO?? Das ist kein Zufall, das ist eine \u00fcble Schikane. Und eine Ungleichbehandlung gegen\u00fcber anderen selbst\u00e4ndigen T\u00e4tigkeiten ist es obendrein.<br \/>\nDoch damit nicht genug: Man findet bei anderen selbst\u00e4ndigen T\u00e4tigkeiten, f\u00fcr die man eine Gewerbeanmeldung ben\u00f6tigt, auch keine \u201ezeitliche Befristung\u201c der T\u00e4tigkeit. Wir Sexarbeiterinnen dagegen m\u00fcssen uns nach sp\u00e4testens 2 Jahren erneut pers\u00f6nlich anmelden, weil bis dahin die G\u00fcltigkeit unserer Anmeldebescheinigung abgelaufen ist.<br \/>\nJeder fragt sich nat\u00fcrlich: Warum machen die das mit uns? Das passt doch gar nicht! Und sch\u00fctzen tut es mich auch nicht. Ich denke, der Sinn dieser Ma\u00dfnahmen besteht einzig und allein darin, ausreichend Vorw\u00e4nde zu haben, uns auf Schritt und Tritt zu kontrollieren:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00a0Arbeite ich ohne Anmeldung?<\/li>\n<li>Arbeite ich mit einer abgelaufenen Anmeldung?<\/li>\n<li>Arbeite ich mit Anmeldung, aber zur falschen Zeit am falschen Ort?<\/li>\n<li>F\u00fchre ich meine Meldebescheinigung w\u00e4hrend der Arbeit mit?<\/li>\n<li>Fehlt m\u00f6glicherweise die Gesundheitsbescheinigung?<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eDas wird man doch wohl noch mal kontrollieren d\u00fcrfen!\u201c \u2013 hei\u00dft es von der Gegenseite.<br \/>\nSelbst wenn die Ortsangabe in der Anmeldebescheinigung stimmt, stellt sich die Frage: Befinde ich mich gerade im Sperrbezirk? Liegt die Wohnung, in der ich arbeite, baurechtlich in einem Gebiet, in dem Sexarbeit nicht erlaubt ist? Fragen \u00fcber Fragen \u2013 jede Frage ein Kontrollanlass!<br \/>\nAusweichen auf Terminwohnungen?<br \/>\nEine naheliegende Reaktion auf solche Schikanen w\u00e4re vielleicht, dass ich meine Dienstleistungen nicht mehr hier und da anbiete, dass ich meine Mobilit\u00e4t eben etwas einschr\u00e4nke und vor allem in Freiburg und Umgebung in Terminwohnungen der Prostitution nachgehe. Schlie\u00dflich mache ich das auch heute hin und wieder.<br \/>\nIch d\u00fcrfte vermutlich nicht ganz falsch liegen, wenn ich behaupte, dass sich auch in diesem Fall mein Alltag in der Sexarbeit gravierend ver\u00e4ndern w\u00fcrde.<br \/>\nDas erste ist: Ich bin mir gar nicht mal sicher, dass die Terminwohnungen, in denen ich bislang angeschafft habe oder in denen ich unter Umst\u00e4nden arbeiten w\u00fcrde, unter dem \u201eProstituiertenschutzgesetz\u201c \u00fcberhaupt noch weiter existieren.<\/p>\n<p>Der Grund:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00a0Terminwohnungen gelten in Zukunft als Prostitutionsst\u00e4tten.<\/li>\n<li>Und Prostitutionsst\u00e4tten sind dann ein \u201eerlaubnispflichtiges Prostitutionsgewerbe\u201c.<\/li>\n<li>Die Vermieter sind dann konzessionspflichtige Gewerbetreibende.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was hei\u00dft das?<\/p>\n<ul>\n<li>nach \u00a7 14 ProstSchG m\u00fcssen die Eigent\u00fcmer oder Vermieter der Terminwohnung sich einer Zuverl\u00e4ssigkeitspr\u00fcfung unterziehen. Ansonsten gibt es keine Erlaubnis.<\/li>\n<li>nach \u00a7 23 ProstSchG m\u00fcssen die Eigent\u00fcmer oder Vermieter der Terminwohnung ein \u201eBetriebskonzept\u201c mit detaillierten Angaben\u00a0zu den Rahmenbedingungen der Erbringung sexueller Dienstleistungen vorlegen; Ansonsten gibt es keine Erlaubnis.<\/li>\n<li>nach \u00a7 16 ProstSchG m\u00fcssen die Eigent\u00fcmer oder Vermieter der Terminwohnung fortan eine ganze Reihe von \u201eMindest-anforderungen\u201c hinsichtlich der Arbeitsbedingungen einhalten; Ansonsten gibt es keine Erlaubnis.<\/li>\n<li>nach \u00a7 23 bis \u00a7 28 ProstSchG m\u00fcssen sie insgesamt rund 30 speziell auf sie zugeschnittene Pflichten beachten, auf deren Einhaltung sie als Betreiber einer Prostitutionsst\u00e4tte achten m\u00fcssen, Ansonsten verlieren sie die Erlaubnis;<\/li>\n<li>nach \u00a7 15 ProstSchG m\u00fcssen sie \u201eAuflagen\u201c f\u00fcr ihr Prostitutionsgewerbe hinnehmen, z. B. d\u00fcrfen von der Beh\u00f6rde die Betriebszeiten begrenzt, die Zahl der Zimmer reduziert oder die Zahl der Sexarbeiter\/innen begrenzt werden. Ansonsten gibt es keine Erlaubnis;<\/li>\n<li>und nach \u00a7 29 bis \u00a7 31 ProstSchG haben Beh\u00f6rden jederzeitigen Zutritt, um das kontrollieren und \u00fcberwachen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich selbst bin nicht Betreiberin einer Prostitutionsst\u00e4tte. Ich bin selbst\u00e4ndige Sexarbeiterin, ich m\u00f6chte gerne ungehindert meiner T\u00e4tigkeit nachgehen.<br \/>\nAber ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Besitzer und Vermieter von Terminwohnungen angesichts der auf sie zukommenden Anforderungen schlicht das Handtuch werfen. Damit werde ich auch im Raum Freiburg weniger M\u00f6glichkeiten haben, meine Dienstleistungen an den Kunden zu bringen.<br \/>\nSchon seit drei Jahren wird bei uns in Freiburg mit einem von der Stadt verabschiedeten \u201eBordellkonzept\u201c versch\u00e4rft gegen Terminwohnungen vorgegangen. Dass neue Prostituiertenschutzgesetz w\u00fcrde diese Tendenz unterst\u00fctzen und unsere Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten vor Ort noch weiter verschlechtern.<br \/>\nViele Kolleginnen meinen, die Erlaubnispflicht w\u00fcrde sie nicht betreffen. Schlie\u00dflich seien sie keine Bordellbetreiber. Da kann ich nur sagen: Das ist eine Milchm\u00e4dchenrechnung. !!<\/p>\n<p>Ich gebe Euch ein Beispiel:<\/p>\n<p>Manchmal macht es Sinn f\u00fcr mich in einer Terminwohnung zu arbeiten, z. B. in der N\u00e4he der Schweizer Grenze, da ich aufgrund meines Hauptjobs nicht direkt in Freiburg arbeiten m\u00f6chte. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass der Vermieter sich ordnungsgem\u00e4\u00df angemeldet hat, als \u201ezuverl\u00e4ssig\u201c gilt, dass sein Betriebskonzept den Beh\u00f6rden gefallen hat und er sich peinlich genau an alle auferlegten Verpflichtungen h\u00e4lt, um keinen \u00c4rger zu bekommen.<br \/>\nSchon habe ich als Sexarbeiterin den \u00c4rger!<br \/>\nDenn nach \u00a7 16 Absatz 2 ProstSchG darf ich das von mir f\u00fcr sexuelle Dienstleistungen genutzte Zimmer nicht mehr zum Zwecke der \u00dcbernachtung nutzen.<\/p>\n<p>Die Folge:<\/p>\n<p>Ich m\u00fcsste entweder dort im Ort zus\u00e4tzlich eine Unterkunft anmieten, was mich unn\u00f6tig Geld kostet. Oder ich fahre nach jeder Schicht zur\u00fcck nach Freiburg. Hin und zur\u00fcck sind das 140 Kilometer. Das kostet Fahrgeld, Zeit und Energie.<br \/>\nDie Regierung will mich mit der Vorgabe der Trennung von Arbeits- und Schlafraum nach eigenem Bekunden vor einer \u201ev\u00f6lligen Vereinnahmung durch das Milieu\u201c bewahren. So steht es in der Gesetzesbegr\u00fcndung.<br \/>\nM\u00f6glicherweise fehlt mir hierf\u00fcr die Einsichtsf\u00e4higkeit. Aber irgendwie kommt bei mir kein Gef\u00fchl der Dankbarkeit gegen\u00fcber dem Staat auf. Im Gegenteil. Ich bin eigentlich in dem Alter, in dem ich eine solche Erziehungsma\u00dfnahme nicht mehr brauche. Und ich halte mich f\u00fcr geistig noch durchaus in der Lage, selbst einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, wann und wo ich \u00fcbernachte. Ich brauche keinen Staat, der sich das Recht anma\u00dft, diese Frage f\u00fcr mich und \u00fcber meinen Kopf hinweg zu entscheiden. Laut meinem Pass bin ich vollj\u00e4hrig.<br \/>\nUnd ich habe nicht die Absicht mich entm\u00fcndigen zu lassen.<br \/>\nAber es geht ja \u00fcber solche Schikanen noch weit hinaus.<br \/>\nDas \u201eProstituierten\u201cschutz\u201cgesetz\u201c r\u00e4umt den Vermietern von Terminwohnungen \u2013 die jetzt als Betreiber von Prostitutionsst\u00e4tten gelten \u2013 weitreichende Kontrollbefugnisse mir gegen\u00fcber ein. Ich muss Personalausweis sowie Anmeldebescheinigung vorlegen. Neben meinen pers\u00f6nlichen Daten wie Vor- und Nachname, Geburtsort und Geburtsname, Staatangeh\u00f6rigkeit und g\u00fcltige Meldeanschrift, meine\u00a0angemeldeten T\u00e4tigkeitsorte sowie die Laufzeit der Meldebescheinigung sind die Vermieter fortan gen\u00f6tigt, auch die Dauer meiner T\u00e4tigkeit in der Terminwohnung am jeweiligen Tag schriftlich festzuhalten.<br \/>\nDie von den Vermietern notierten Daten d\u00fcrfen dann den in L\u00f6rrach zust\u00e4ndigen Kontrollbeh\u00f6rden jederzeit zur Einsichtnahme vorgelegt werden. Ich bin jetzt nicht nur durch die Anmeldung zwangsregistriert. Der Staat wei\u00df dar\u00fcber hinaus auch, wo ich wann, wie oft, wie lange und zu welchen Konditionen in der Prostitution t\u00e4tig bin.<br \/>\nDas ist kein \u201eSchutz\u201c, das ist ein Daten-Striptease sondersgleichen, dem sich hierzulande keine andere freiberuflich t\u00e4tige Erwerbsperson aussetzen muss!!!<br \/>\nUnd eine glatte Verletzung meiner Pers\u00f6nlichkeitsrechte!<br \/>\nBereits durch die Anmeldepflicht und jetzt durch die Weitergabe von Daten erlangen Beh\u00f6rden Kenntnis davon, dass ich sexuelle Dienstleistungen erbringe und somit \u2013 im Unterschied zur Durchschnittsbev\u00f6lkerung \u2013 vergleichsweise h\u00e4ufig sexuell aktiv bin.<br \/>\nSolche Angaben fallen im Allgemeinen unter Artikel 8 Abs. 4 der EU-Richtlinie 95\/46\/EG, wo es hei\u00dft (ich zitiere):<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Mitgliedstaaten untersagen die Verarbeitung personen-bezogener Daten, aus denen die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religi\u00f6se oder philosophische \u00dcberzeugungen oder die Gewerkschaftszugeh\u00f6rigkeit hervor-gehen, sowie von Daten \u00fcber Gesundheit oder Sexualleben.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Angaben zum Sexualleben betreffen einen sehr intimen Bereich des Pers\u00f6nlichkeitsrechts und unterliegen daher im europ\u00e4ischen wie im nationalen Recht einem besonderen Schutz. Das steht auf dem Papier. Aber unsere Rechte als Sexarbeiter\/innen werden in der Praxis au\u00dfer Kraft gesetzt. Das kann es ja wohl nicht sein!<br \/>\nR\u00fcckzug in die eigenen vier W\u00e4nde?<br \/>\nManche Kolleginnen sagen sich angesichts dessen: \u201eDann arbeite ich eben nur noch f\u00fcr mich in den eigenen vier W\u00e4nden. Zumindest bin ich\u00a0dann vor solchen Schikanen halbwegs verschont und habe meine Ruhe.\u201c<br \/>\nImmerhin steht im Gesetz, dass es sich bei blo\u00dfer Prostitutionst\u00e4tigkeit um keine gewerbliche T\u00e4tigkeit handelt. Das ist dann der Fall, wenn ich als Wohnungsinhaberin (NICHT-MIETERIN) in meiner eigenen Wohnung der Prostitution nachgehe. Die Wohnung, in der man wohnt, m\u00fcsse nicht als erlaubnispflichtige Prostitutionsst\u00e4tte konzessioniert werden. Nur meine T\u00e4tigkeit m\u00fcsste ich melden.<br \/>\nSch\u00f6n, sage ich mir: Meine Privatwohnung in Freiburg ist gro\u00df genug. Da kann ab und an auch mal eine Kollegin die R\u00e4umlichkeiten nutzen oder wir arbeiten zusammen und bieten einen \u201eDreier\u201c an.<br \/>\nBis vor kurzem war ich im Glauben, so k\u00f6nnte ich den Fallstricken des neuen Gesetzes entkommen und mir zudem die Erlaubnispflicht ersparen, wenn ich nur in den eigenen vier W\u00e4nden arbeite.<br \/>\nEin genauer Blick in das \u201eProstituiertenschutzgesetz\u201c hat mich jedoch eines Besseren belehrt: Auch das ist kein gangbarer Ausweg.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/privat.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1275 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/privat-300x222.jpg\" alt=\"privat\" width=\"300\" height=\"222\" \/><\/a><\/p>\n<p>So hei\u00dft es auf Seite 72 der Gesetzesbegr\u00fcndung:<br \/>\nEine \u201eStudioinhaberin, die zeitweise ein Arbeitszimmer f\u00fcr sexuelle Dienstleistungen an eine Kollegin vermietet, (untersteht) k\u00fcnftig der Erlaubnispflicht\u2026, denn sie stellt einen organisatorischen Rahmen f\u00fcr die Prostitution mindestens einer weiteren Person bereit.\u201c<br \/>\nMan sieht: Schon ab zwei Personen geht das Gesetz von einem \u201eerlaubnispflichtigen Prostitutionsgewerbe\u201c aus. So steht es in \u00a7 2 ProstSchG. Hier l\u00e4ge grunds\u00e4tzlich ein einseitiges Verh\u00e4ltnis vor, bei dem eine Person \u201ewirtschaftlichen Nutzen\u201c aus der T\u00e4tigkeit einer anderen Person zieht.<br \/>\nIch finde, das ist krasse Realit\u00e4tsverweigerung: Denn dass zwei, drei oder mehrere Sexdienstleisterinnen zum wechselseitigen Vorteil gleichberechtigt kooperieren, ist im \u201eProstituiertenschutzgesetz\u201c gar nicht vorgesehen. Eine solche Konstellation wird schlicht geleugnet.<br \/>\nNoch krasser finde ich es, dass selbst dann, wenn keine weitere Kollegin in meiner Wohnung arbeitet, meine Wohnung nichtsdestotrotz zu einer erlaubnispflichtigen Prostitutionsst\u00e4tte erkl\u00e4rt werden kann: N\u00e4mlich\u00a0dann, wenn eine Beh\u00f6rde feststellt, dass mein Vermieter in Form der Miete einen \u201ewirtschaftlichen Nutzen\u201c aus meiner T\u00e4tigkeit zieht.<br \/>\nDiese M\u00f6glichkeit ist mit dem neuen \u201eProstituiertenschutzgesetz\u201c prinzipiell gegeben. Denn es war die erkl\u00e4rte Absicht dieses Gesetzes, gerade auch die Prostitution in Wohnungen zu erfassen und in die geplante Reglementierung mit einzubeziehen.<br \/>\nNun mal angenommen, mein Vermieter wei\u00df von meiner T\u00e4tigkeit. Er hat damit kein Problem. Aber ich bezweifle, dass er sich deswegen offiziell zum Prostitutionsst\u00e4tten-Betreiber erkl\u00e4ren lassen wird.<\/p>\n<p>Mit all den Folgen, die das hat:<\/p>\n<ul>\n<li>Warum sollte er sich jetzt einer \u201eZuverl\u00e4ssigkeits\u00fcberpr\u00fcfung\u201c unterziehen?<\/li>\n<li>Warum sollte er wegen mir ein \u201eBetriebskonzept\u201c vorlegen?<\/li>\n<li>Warum sollte er den Kontrollbeh\u00f6rden jederzeitigen Zutritt und jederzeitige Auskunft schuldig sein?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unter solchen Vorgaben ist v\u00f6llig klar, wer da den K\u00fcrzeren ziehen wird. Vermieter werden grunds\u00e4tzlich abgeschreckt, an Sexarbeiter\/innen zu vermieten \u2013 das ist die Logik des Ganzen.<br \/>\nUnd man sollte nicht glauben, dass diese Diskriminierung bei Sexarbeiter\/innen Halt macht. Vor allem junge, alleinstehende Frauen d\u00fcrften sich darauf gefasst machen, dass unter solchen Umst\u00e4nden vermehrt darauf geachtet wird, wie oft sie m\u00e4nnlichen Besuch empfangen. Es k\u00f6nnte sich ja um eine nicht gemeldete \u201eProstitutionsst\u00e4tte\u201c handeln\u2026 Ich spinne das Ganze noch weiter: Wom\u00f6glich d\u00fcrfen alleinstehende Frauen in Zukunft bei Anmietung einer Wohnung direkt per Unterschrift best\u00e4tigen, dass sie NICHT der Prostitution nachgehen!<br \/>\nDas geplante \u201eProstituiertenschutzgesetz\u201c mag wen auch immer sch\u00fctzen, <strong>mich sch\u00fctzt es nicht!<\/strong> Aber es zerst\u00f6rt meine Existenzgrundlage als Sexarbeiter\/in und verschlechtert meine Arbeits- und Lebensbedingungen gravierend. Deswegen bin ich emp\u00f6rt \u00fcber dieses elende Gesetz!<br \/>\nIch habe mich entschlossen, mich nicht zwangsregistrieren zu lassen. Aber das l\u00f6st nat\u00fcrlich nicht die Gesamtproblematik.<br \/>\nWas uns bleibt, ist nur die gemeinsame Gegenwehr. Ich hoffe daher, dass die Diskussionen auf unserer Tagung dabei helfen, mehr Klarheit zu gewinnen, wie uns das gelingen kann.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Eure Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1274 size-large\" src=\"https:\/\/www.voice4sexworkers.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/datenschutz-1024x685.jpg\" alt=\"datenschutz\" width=\"950\" height=\"635\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vortrag von Wildkatze auf den 4. Frankfurter Prostitutionstagen Als ich heute im Auto nach Frankfurt zu den Prostitutionstagen fuhr, klingelte mein Handy und ein Herr fragte an, ob ich ihn heute Abend hier im Hotel besuchen w\u00fcrde. Kein Problem, dachte ich, das Angenehme mit dem N\u00fctzlichen zu verbinden ist immer gut und sagte ihm zu. 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